Kulturnachrichten

Wir stellen Lieblingsorte und Persönlichkeiten rund um den Helmut Haller Platz vor und berichten über kulturelle Ereignisse.


Oberhausen feiert das Fußballidol Helmut Haller

Von Andreas Alt, Augsburger Allgemeine am 15. Mai 2019

Augsburgs größter Fußballer Helmut Haller wäre am 21. Juli 80 Jahre alt geworden. Im Stadtteil Oberhausen ist er aufgewachsen. Oberhausen plant jetzt Großes.

Der FC Augsburg geht in die neunte Bundesligasaison. Es ist ein Erfolg für den Verein, von dem die Stadt in ihrem Bekanntheitsgrad profitiert. Doch auch schon früher war Augsburg eine Fußball-Stadt. Unvergessen bleibt für viele Fans Augsburgs größter Fußballer, der im Oktober 2012 gestorben ist. Mit dem Namen Helmut Haller verbinden nicht nur die Augsburger viele Erinnerungen.

Für Helmut Haller soll es eine große Geburtstagsfeier geben

In Oberhausen selbst erinnert der Helmut-Haller-Platz vor dem Bahnhof an den Fußballer, der es während seines Gastspiels in Italien zu internationaler Popularität gebracht hat. Am 21. Juli wäre Haller 80 Jahre alt geworden. Sein erster Fußballplatz war der Kiez rund um den Oberhauser Bahnhof, wird von Weggefährten erzählt. Hier haben sich nun Anwohner, Vertreter örtlicher Vereine und Gruppen sowie das Stadtteilmanagement darüber ausgetauscht, wie man Haller auf dem inzwischen nach ihm benannten Platz präsenter machen kann. Ergebnis: Auf jeden Fall soll es hier eine große Geburtstagsfeier geben, für die noch Ideen gesucht werden. Bisherige Vorschläge: Den Kasperl von der Augsburger Puppenkiste einladen und ein Menschenkicker-Turnier veranstalten. Doch Helmut Haller soll hier dauerhaft sichtbar bleiben, das ist der Plan. Gedacht ist an eine Dauerausstellung auf Glasflächen, einen Stadtteilrundgang mit eigens ausgebildeten Führern sowie eine Festschrift. Erstellt wurde bereits die Internetseite: www.helmut-haller-platz.de. Hier sollen alle Aktivitäten, die sich auf das Fußballidol beziehen, dokumentiert werden.

Die Erinnerungen an Helmut Haller sollen aufgefrischt werden

Besucher des Treffens unter dem Motto „Bring den Haller auf den Platz“ waren Hallers ältere Schwester Elfriede Hochstätter und deren Töchter Andrea und Marion. Die Frauen zeigten sich angetan von den Bemühungen, die Erinnerung an Helmut Haller aufzufrischen. Nach ihren Worten gibt es bisher noch keinen deutschen Dokumentarfilm über die erstaunliche Karriere des Augsburgers, dessen größter Erfolg die Vizeweltmeisterschaft im Jahr 1966 war. Deutschland verlor das Finale gegen Gastgeber England mit 2:4. Haller schoss im Endspiel ein Tor. Auch Oberbürgermeister Kurt Gribl, der regelmäßig bei Bundesligaspielen im Stadion anzutreffen ist, sagt: „Auf keinen Fußballer unserer Stadt waren und sind die Augsburger so stolz wie auf Helmut Haller. Für uns Augsburger war und ist Helmut Haller ein Riesenidol.“

Blühende Kirschen

Die Kirschblüte im Frühjahr steht in Japan für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. »Hanami«, was »Blüten betrachten« heisst, ist ein Volkssport in Japan. Man muss aber nicht nach Japan reisen, um prächte Kirschbäume zu sehen. In der Ulmerstraße in Oberhausen gibt es eine Allee von Bäumen mit den rosazarten Blüten zu sehen. Passend dazu fand auch in diesem Jahr um den 1. Mai das Kirschblütenfest mit einem kulturellen Programm auf dem Helmut Haller Platz statt. Organisiert hat es die ARGE Oberhausen, der Zusammenschluss der Vereine, Verbände und Geschäfte.

Smartreports Freiheit

Jugendliche widmen sich in Kurzinterviews dem Thema »Freiheit« und nehmen Statements mit dem Smartphone auf. Sie sind vor dem und während des Hohen Friedensfestes unterwegs und befragen Menschen auf der Straße. Die Jugendreporter*innen sind zum Beispiel bei der Kleinen Friedenstafel am Helmut Haller Platz am 4. August im Einsatz.
Veranstalter: Pareaz e.V.


Sportarena

Im September 2018 fanden erstmals Sportaktionen auf dem Helmut-Haller-Platz statt. Man wollte neue Nutzungen für eine zukünftige Platzumgestaltung erproben. Auf dem Platz wurde vor dem Oberhauser Bahnhofsgebäude eine temporäre Sportarena aufgebaut, die an vier Aktionstage von Sportvereinen, Jugendgruppen und allen Interessierten für sportliche Aktivitäten genutzt wurde. Die Aktionstage wurden von Sportreferent Dirk Wurm am 21. September eröffnet. Die Region Nord des Stadtjugendrings war mit dem Finale der Rotary Streetsoccer Matchdays 2018 beteiligt. Anwohnerinnen und Anwohner wie auch alle Interessierten waren eingeladen, Anregungen für die zukünftige Nutzung des Helmut-Haller-Platzes zu geben.
Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Großes Wandbild

Der Verein »Die Bunten« und Fachoberschüler*innen haben das große Wandbild am Oberhauser Bahnhof erneuert. Beim bisherigen Kunstwerk war der Putz abgeblättert und es waren hässliche Lücken entstanden. Heike Skok vom Quartieresmanagement hat die Aktion organisiert. Schüler*innen der Fachrichtung Gestaltung der FOS restaurierten die Reste der früheren Bilder und ergänzten sie durch ihre eigenen Entwürfe. Wie zuvor zieren frische und freundliche Monster die Wand an der Einfahrt zur Bahnunterführung.

Kleine Friedenstafel zu Utopie

Das Friedensfestprogramm 2018 startet mit der Friedenstafel im Stadtteil Oberhausen. Familien, Freund*innen und Gäste waren eingeladen zum Helmut Haller Platz zu kommen und gemeinsam bei einem großen Picknick mitgebrachte Speisen zu teilen. Mit dem Thema »Utopie: Was wäre, wenn …?« griff das Friedensfest- Programm brennende Fragen unser Zeit auf. Wie wollen wir gut miteinander leben? Welche Ideen, Träume und Hoffnungen treiben uns an? Mit der Kleinen Friedenstafel zur Eröffnung sollte ein Zeichen gesetzt werden: Denn die gelebte Utopie der Friedensstadt Augsburg bedeutet: Alle Bewohner*innen gehören gleichwertig zur Stadtgesellschaft. Egal, welchen Glauben sie haben oder welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Egal, ob seit Generationen in Augsburg ansässig oder neu zugewandert. Egal, welches Alter, Geschlecht, Religion, Beruf oder soziale Lebenslage. Egal, an welchem Ort in der Stadt gelebt wird.
Ein Grußwort sprach Stadträtin Ingrid Fink. Friedensgrüße wurden von den Religionsgemeinschaften Oberhausen übermittelt. Musikkam von Ta Mourmourakia. Veranstalter*innen waren das Friedensbüro und das Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg in Kooperation mit Quartiersmanagement Oberhausen-Mitte, dem Stadtjugendring Augsburg, BOB’s, Mesopotamien Verein, beTreff.